Wie stellt der Arzt fest, ob ein Kind Zöliakie hat?

Zunächst einmal schöpft der Arzt Verdacht, wenn ein Kind plötzlich nicht mehr richtig wächst, kaum zunimmt oder über Bauchschmerzen und Durchfälle klagt. Eventuell hat er auch eine Blutarmut und / oder einen Eisenmangel festgestellt.

Der Arzt wird dann eine spezielle Blutuntersuchung veranlassen, mit der Antikörper gegen das Gluten oder die Dünndarmschleimhaut nachgewiesen werden können. Diese Untersuchung ist leider nicht bei allen Kindern aussagekräftig.

Bestätigt die Blutuntersuchung den Zöliakie-Verdacht, muss Dünndarmschleimhaut in einer Biopsie entnommen und unter dem Mikroskop untersucht werden. Das macht man, um ganz sicher zu gehen, dass die Erkrankung auch wirklich vorliegt. Denn wer will schon freiwillig auf "normale" Guetzli, Spaghetti oder Kuchen verzichten?

Um die Dünndarmschleimhaut zu untersuchen, führt der Arzt eine Dünndarmspiegelung durch.

Dazu schiebt er einen dünnen Schlauch durch den Rachen und Magen bis in den Dünndarm vor. Das geschieht unter örtlicher Betäubung oder mit einer Narkose. Durch den Schlauch kann der Arzt die Dünndarmschleimhaut anschauen und möglicherweise direkt erkennen, ob sie geschädigt ist. Auf jeden Fall muss er ein kleines Stück Schleimhaut mit einer Minizange abzwacken und anschliessend untersuchen.

Um sicher zu sein, dass die Diät anschlägt, wird der Arzt seinen Patienten regelmässig messen und wiegen.

Wenn du die Diät genau einhältst, wird sich der Darm bald erholen. Das Bauchweh verschwindet, du wächst wieder und nimmt an Gewicht zu.

Nach einer gewissen Zeit wird der Arzt noch einmal Blut abnehmen, um zu sehen, ob die Eisenspeicher im Körper wieder aufgefüllt und ob die Antikörper aus dem Blut verschwunden sind. Er kann so auch feststellen, ob du die Diät wirklich eingehalten hast.